In der Regel wird das Wasser zum Befüllen des Pools der örtlichen Wasserversorgung entnommen, gelegentlich jedoch aus dem eigenen Brunnen. Die gleichzeitige Befüllung vieler privater Schwimmbäder kann zu Versorgungsengpässen mit Trinkwasser führen. Eine nicht mit dem Wasserversorger abgestimmte Wasserentnahme aus Hydranten kann zu einem Druckabfall in den Wassernetzen führen und damit die Trinkwasserversorgung gefährden. Dies kann verhindert werden, wenn der öffentliche Wasserversorger über alle anstehenden Schwimmbadbefüllungen frühzeitig Bescheid weiß und diese entsprechend koordinieren kann.
Im Sinne einer gesicherten Trinkwasserversorgung sollte daher die Befüllung des Schwimmbades aus der öffentichen Wasserversorgung über den eigenen Hausanschluss immer nach Absprache mit dem Wasserversorger erfolgen.
Um die Versorgunssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser zu gewährleisten, ist aus Sicht der Wasserwirtschaft folgende Vorgangsweise vor allem bei der Erstbefüllung von privaten Schwimmbädern im Frühjahr zu empfehlen:
- Die Befüllung sollte nur über den hauseigenen, normgerechten Wasseranschluss erfolgen
- Abstimmung mit dem öffentlichen Wasserversorger vor der Befüllung ist notwendig
- Die Befüllung sollte in den Nachtstunden erfolgen, um zu Verbrauchsspitzenzeiten die Trinkwasserversorgung nicht zu gefährden. Zeiten, an denen der Wasserverbrauch ohnehin schon erhöht ist, etwa zwischen 16 und 20 Uhr, sollten gemieden werden.
- Die Wasserentnahme aus Hydranten ist für Privatpersonen unzulässig!
Ein Naturpool bietet eine attraktive Möglichkeit zum konventionellen Pool:
- Die Umwelt im Blick - kein Einsatz von Chlor und Chemikalien
- Biologische Filtersysteme - umweltfreundlich und glasklares Wasser
- Beachtliche Energieeffizienz bei niedrigen Betriebskosten
- Minimale Wartungskosten
- Große Gestaltungsmöglichkeiten
- Überschaubarer Pflegeaufwand bei höchster Attraktivität
Das Wasser im Winter für die nächste Saison im Pool lassen?
1. Wasser über Winter drin lassen (empfohlen bei eingelassenen Pools)
- Stabilität: Das Wasser hält den Poolkörper in Form und schützt vor Druck durch Bodenfrost und Grundwasser.
- Wasserstand absenken: Bis unter die Einlaufdüsen oder Skimmer.
- Leitungen entleeren: Alle Schläuche, Düsen und Pumpen müssen frostfrei gemacht werden.
- Wintermittel zugeben: Spezielles Wintermittel verhindert Algenbildung und Kalkablagerungen.
- Abdeckung: Winterplane oder feste Abdeckung gegen Schmutz.
2. Wasser über Winter nicht drin lassen (manche Aufstellpools)
- Bei Stahlwandpools im Boden lässt man Wasser meist drin.
- Bei Aufstellpools / Quick-Up-Pools wird empfohlen, komplett zu entleeren, da die Materialien bei Frost leiden können.
3. Im Frühjahr wiederverwenden
- Das Wasser kann nach einer gründlichen Filterung, Stoßchlorung und pH-Korrektur weiterverwendet werden.
- Meist ist es günstiger und ökologischer, das alte Wasser aufzubereiten als komplett neues einzufüllen.
Pool winterfest machen – Wasser für nächstes Jahr mitnehmen
1. Gründliche Reinigung vor dem Einwintern
- Boden und Wände mit Bürste oder Poolsauger reinigen.
- Skimmerkorb und Filter rückspülen/reinigen.
- Groben Schmutz (Blätter, Insekten etc.) komplett entfernen.
2. Wasserwerte einstellen
- pH-Wert auf 7,0–7,4 einstellen.
- Chlor auf Normalwert bringen (kein zu hoher Wert, sonst baut es sich über Winter ab).
3. Wintermittel zugeben
- Geeignetes Pool-Wintermittel einfüllen (verhindert Algen, Kalk und Bakterien).
- Gut im Wasser verteilen, am besten bei laufender Pumpe.
4. Wasserstand absenken
- Bis unter die Einlaufdüsen und Skimmerkante ablassen.
- So können Leitungen und Düsen nicht einfrieren.
5. Technik winterfest machen
- Pumpe, Filteranlage und Schläuche komplett entleeren.
- Am besten frostfrei lagern (Keller oder Garage).
- Dichtungen und O-Ringe leicht einfetten, damit sie geschmeidig bleiben.
6. Eisdruck verhindern
- Eisdruckpolster oder leere Plastikflaschen ins Wasser legen, damit das Eis beim Ausdehnen nicht den Pool beschädigt.
7. Abdeckung
- Stabile Winterplane oder feste Abdeckung verwenden.
- So kommt kein Schmutz hinein und weniger Licht = weniger Algenwachstum.
Fazit – Was du „mitnimmst“ fürs nächste Jahr:
- Das Wasser bleibt – es schützt Struktur und spart Aufwand.
- Durch richtige Pflege (Reinigung, Chemie, Filterung) ist weniger Aufwand im Frühjahr nötig.
- Abwasser wird vermieden, Wasserverbrauch reduziert.
- Struktur & Technik werden geschützt – nächste Saison gelingt der Start leichter.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms KEM und KLAR durchgeführt.